Für das zweite Ausbildungsjahr der Friseurklassen ging es am Montag, den 29. Juni 2026, auf eine erlebnisreiche Exkursion in den Schwarzwald. Die zweistündige, sehr angenehme Fahrt führte die Gruppe vorbei am Titisee und dem Feldberg direkt in das verträumte Städtchen Todtnau. Ziel des Ausflugs war es, die historischen Wurzeln des Friseurhandwerks und der modernen Haarpflege zu erkunden.
Im Nessler-Museum tauchten die Schülerinnen und Schüler bei einer Führung in das beeindruckende Lebenswerk von Karl Ludwig Nessler (1872–1951) ein. Der Pionier erfand im Jahr 1906 nicht nur die Dauerwelle, sondern meldete zeitlebens bis zu 100 Patente an, darunter die ersten künstlichen Wimpern und Augenbrauen (1902) sowie ein Haarmessgerät. Neben Nesslers Erfindungen lernte die Klasse die traditionelle Herstellung von Bürsten mit Naturborsten kennen und nutzte direkt die Gelegenheit, im „Bürstenlädle“ in der Ortsmitte einzukaufen.
Die Mittagspause bot Raum für Panorama und Action. Mit der Hasenhornbahn ging es hinauf in die Höhe, wo die Schülerinnen und Schüler die herrliche Aussicht genossen. Zurück ins Tal führte eine rasante Fahrt mit der Sommerrodelbahn.
Am Nachmittag folgte der Besuch der traditionsreichen Firma Keller, einem der führenden europäischen Feinbürstenhersteller. Das Familienunternehmen wird bereits in der fünften Generation geführt und steht seit nahezu 200 Jahren für nachhaltiges Bürstenhandwerk. Mit über 1.200 verschiedenen Bürstenarten im Sortiment bot der Betrieb den angehenden FriseurInnen einen faszinierenden Einblick in die Verbindung von Tradition und moderner Produktion.
Mit vielen inspirierenden Eindrücken im Gepäck kehrte die Gruppe am Abend nach Sindelfingen zurück. Es war ein rundum gelungener Ausflug, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

