Juniorwahl zur Landtagswahl 2026: Große Diversität der Parteien im Wahlergebnis
In der vergangenen Woche haben an unserer Schule insgesamt 153 Schülerinnen und Schüler an der Juniorwahl zur Landtagswahl 2026 teilgenommen. Von 163 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern enthielten sich damit lediglich 10. Sieben Stimmzettel waren ungültig, sodass 146 Stimmen in die Auswertung einflossen.
An der Juniorwahl beteiligten sich Klassen der Abteilungen Gesundheit und Körperpflege sowie Elektro und des beruflichen Gymnasiums. Konkret nahmen eine Klasse Zahnmedizinische Fachangestellte, zwei Klassen Medizinische Fachangestellte, zwei Klassen Friseurinnen und Friseure, eine Klasse Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik, eine Klasse Mechatronikerinnen und Mechatroniker sowie eine Klasse des beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik teil. Initiiert und durchgeführt wurde die Juniorwahl von den Lehrkräften Alena März, Nadja Klaiber, Thomas Steinbach und Timo Warwel.
Die Auszählung der Stimmen ergab folgende Verteilung:
- CDU 19,9 %
- Die Linke 15,1 %
- SPD 13,7 %
- AfD 13,7 %
- Die Grünen 12,3 %
- FDP 5,5 %
- Volt 4,1 %
- BSW 4,1 %
- Freie Wähler 3,4 %
- Tierschutzpartei 2,7 %
- Bündnis C 2,1 %
- Verjüngungsforschung 1,4 %
- Die PARTEI 0,7 %
- Klimaliste BW 0,7 %
- Die Gerechtigkeitspartei 0,7 %
Im Vergleich zum landesweiten Wahlergebnis zeigen sich einige Unterschiede. Während in Baden-Württemberg die Grünen mit 30,2 % und die CDU mit 29,7 % die stärksten Kräfte sind, fiel das Ergebnis an unserer Schule deutlich anders aus. Die CDU wurde zwar wie oben erwähnt stärkste Kraft, jedoch mit 19,9 % weniger oft gewählt als im Landesergebnis. Besonders deutlich wird der Unterschied bei den Grünen, da sie durch die Wahl unserer Schülerinnen und Schüler lediglich auf 12,3 % kamen. Die SPD erzielte an unserer Schule mit 13,7 % deutlich mehr Stimmen als landesweit (5,5 %), während die AfD mit 13,7 % unter ihrem Landesergebnis von 18,8 % blieb. Insgesamt zeigt sich, dass sich die Stimmen an unserer Schule stärker auf mehrere Parteien verteilen als im landesweiten Ergebnis, in dem sich die Stimmen deutlich stärker auf wenige große Parteien konzentrieren.
Die Juniorwahl ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, demokratische Prozesse praxisnah im Politik- und Gemeinschaftskundeunterricht kennenzulernen und sich mit politischen Positionen auseinanderzusetzen. Von der Auseinandersetzung mit der Parteilandschaft im Ländle über die Stimmabgabe bis zur Auszählung erlebten sie zentrale Elemente demokratischer Entscheidungsprozesse. Die hohe Wahlbeteiligung zeigt das große Interesse junger Menschen an politischen Themen und demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten. Die Simulation der Landtagswahl bot ihnen dabei eine willkommene Praxiserfahrung gelebter Demokratie.

