Lernen durch Geschichte und aktives Engagement. Schülerinnen und Schüler der Gottlieb-Daimler-Schule 2 beteiligen sich derzeit an einem besonderen Arbeitseinsatz am Hartmannsweilerkopf in den Vogesen. Der historische Ort zählt zu den bedeutendsten Erinnerungsstätten des Ersten Weltkriegs an der deutsch-französischen Grenze und steht heute als Symbol für Frieden, Versöhnung und die gemeinsame europäische Erinnerungskultur.
Der erste Tag begann mit einer Einführung in die Geschichte des Ersten Weltkriegs sowie in die Ereignisse rund um die Schlacht am Hartmannsweilerkopf. Anschließend erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung über die Nekropole und den Soldatenfriedhof am Silberloch einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Schlachtfeldes. Danach führte der Rundgang durch die erhaltenen französischen und deutschen Stellungen, die bis heute die Spuren der erbitterten Kämpfe sichtbar machen.
Am zweiten Tag stand praktisches Arbeiten im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Mitarbeitenden des Komitees des Hartmannsweilerkopfes beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler an umfangreichen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen auf dem historischen Gelände. Zunächst wurde eine französische Stellung von Ästen, Baumstämmen und anderem Bewuchs befreit. Mit großem Engagement und viel Teamgeist erledigte die Gruppe diese Aufgabe so zügig, dass selbst die erfahrenen Mitarbeitenden des Komitees von der Arbeitsgeschwindigkeit beeindruckt waren. Im Anschluss transportierten die Jugendlichen einen großen Holzhaufen, der sich in Sichtweite des Museums befand, den Hang hinunter. Auch diese körperlich anspruchsvolle Aufgabe meisterten sie gemeinsam mit großem Einsatz.
Später ging es direkt auf den Hartmannsweilerkopf. Dort wurden Wander- und Gedenkwege von Steinen befreit und für Besucherinnen und Besucher wieder besser begehbar gemacht. Unterstützt wurden die Arbeiten durch den Einsatz von Motorsensen und Laubgebläsen, sodass das Gelände nachhaltig gepflegt werden konnte.
Der Arbeitseinsatz wird am nächsten Vormittag fortgesetzt. Im Anschluss reist die Gruppe Nachmittag weiter nach Niederbronn-les-Bains in die internationale Jugendbegegnungsstätte Albert Schweitzer. Dort erwartet die Schülerinnen und Schüler der nächste Abschnitt ihres Aufenthalts, der den interkulturellen Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerungskultur in Europa weiter vertiefen wird.
Mit ihrem Engagement leisten die Schülerinnen und Schüler der Gottlieb-Daimler-Schule 2 einen wertvollen Beitrag zum Erhalt eines bedeutenden historischen Erinnerungsortes. Gleichzeitig erleben sie Geschichte nicht nur im Unterricht, sondern unmittelbar vor Ort. Eine Erfahrung, die nachhaltiger kaum sein könnte und die die Bedeutung von Frieden, Demokratie und internationaler Verständigung eindrucksvoll vermittelt.

