Austausch mit chilenischer Schule mit neuem Leben erfüllt

Schulpartnerschaften haben fürdie GDS 2 zentrale Bedeutung

Was ursprünglich als informeller Meinungsaustausch begann, wurde 2003 zur offiziellen Partnerschaft: Die Kooperation zwischen der Gottlieb-Daimler-Schule 2 (GDS 2) und dem Liceo Chileno Alemán in Nuona, einem Stadtteil von Santiago de Chile. Die Vertragsunterzeichnung fand im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel und der beiden Schulleiter in Santiago de Chile statt. GDS 2-Lehrkräfte unterstützten in der Folge die Einführung der Mechatroniker-Ausbildung. Das Know-how lieferten die Sindelfinger, indem sie vor Ort Lehrerfortbildungen für die chilenischen Kollegen abhielten. Diese Fortbildungen fanden seitdem jährlich statt und richteten sich nach dem Bedarf der chilenischen Schule. Im Rahmen dieser bald 20-jährigen Schulpartnerschaft überlässt die Schule außerdem Ausstattung und Hardware, die an der GDS 2 keine Verwendung mehr finden, dem Liceo.
Beschränkte sich der Austausch bislang auf die Lehrkräfte in der IT- und Elektroausbildung, soll er nun intensiviert und auf alle Bereiche der Schule ausgedehnt werden.
Unter der Federführung des neuen Projektleiters Amrah Gadziev machte den diesjährigen Auftakt der Besuch eines chilenischen Kollegen, Reinaldo Nifure, der drei Wochen lang als Gast einen Blick von außen auf die GDS 2 warf. Zunächst war er beeindruckt von der „Tiefe des Unterrichts, besonders in den Fremdsprachen“ und von der technologischen Ausstattung, die „einen Chilenen zum Staunen“ bringe. Auch die Selbstverständlichkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler morgens ihre „Mini-PCRs“ durchführten, hinterließ Eindruck. Mit den deutschen Eigenheiten nicht vertraut, stellte er sich den Schülern zu Beginn seines Unterrichtes mit dem Vornamen vor, denn in dem Land an der lateinamerikanischen Westküste sind die Verwendung von Nachnamen und das Siezen nicht die wichtigsten Werkzeuge, um für Distanz im Schüler-Lehrer-Verhältnis zu sorgen. Insgesamt habe er die Deutschen ganz anders als erwartet erlebt, sie seien viel freundlicher und hilfsbereiter. Mit einer Sindelfinger Delegation in Santiago soll diese transatlantische Schulpartnerschaft im kommenden Herbst in die zweite Runde gehen.
Schulpartnerschaften spielen eine zentrale Rolle an der Schule. Seit drei Jahrzehnten besteht ein Austausch mit dem Institute of Technical Education (ITE) in Singapur. Auch diese Kooperation ist die Folge eines Vertrages, den Baden-Württemberg mit dem Stadtstaat schloss. Des Weiteren arbeiten Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums Umwelttechnik im Rahmen des Erasmus+-Projektes mit Schulen aus Österreich, Luxemburg, Frankreich und Spanien an umwelttechnischen Projekten. Für GDS 2-Schulleiter Dr. Christian Hopf „gehören diese Partnerschaften und der internationale Austausch zum festen Bestandteil der Schulkultur. Denn sie fördern die interkulturelle und kommunikative Kompetenz der Schülerinnen und Schüler und bereiten auf eine internationale Berufsfähigkeit vor.“

 

 
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