Kuckucksuhren 4.0 aus Sindelfingen

Das BKPD kooperiert mit dem Furtwanger Uhrenmuseum

Für die Produktdesigner an der GDS2 ist der Entwurf eines Objektes verpflichtender Teil der Abschlussprüfung. Die GDS2 holt sich für diese Projekte gerne Experten mit ins Boot, die die Schülerinnen und Schüler ein ganzes Schuljahr betreuen und mit fachlicher Expertise unterstützen. Für das diesjährige Projekt „Kuckucksuhr 4.0“ ist für die Lehrer Stefan Grimm und Hanns-Georg Sauter das Deutsche Uhrenmuseum aus Furtwangen mit ihrem Museumspädagogen Robert Werner der ideale Kooperationspartner. Denn die Aufgabe war, eine neuartige Kuckucksuhr zu entwerfen. Der Begriff „Kuckuck“ war dabei weit dehnbar, um der Kreativität der Jungdesigner freien Lauf lassen zu können. Es sollte nur ein bewegliches Objekt sein, das zu jeder Stunde akustisch bzw. visuell in Aktion tritt. Alle Mitglieder einer Projektgruppe machen einen Vorschlag, gruppenintern fällt dann die Entscheidung für das Projekt mit dem meisten Potential. Klassische Kuckucksuhren gab es deshalb keine mehr.  Dafür fährt beim Szenario „Autoliebhaber“ zu jeder vollen Stunde einer von 12 Zylindern nach oben und beim Szenario Regenwald fällt ein Faultier aus dem Baumhaus. Insgesamt sind im Rahmen des Projektes 16 verschiedene Kuckucksuhren entstanden. Dabei ist für fast jeden „Kunden“ etwas Passendes dabei. Von der Kuckucksuhr für Achterbahnfans über eine Kuckucksuhr für Horrorfans bis hin zur Architektenkuckucksuhr ist alles zu finden. Selbst an die eigenen Eltern wurde dabei gedacht, so finden die Ghettoblasteruhr oder die Jukeboxuhr Ihre Fans unter den älteren Semestern.

Im Zeitraum September 2021 bis April 2022 tüftelten die Produktdesigner an ihren Objekten, für die sie eine Zielgruppe bestimmen und das Design nach ihr ausrichten müssen. Fertiggestellt werden die Prototypen dann in den Werkstätten der GDS2.
Aktuell wird im Deutschen Uhrenmuseum ein Sonderausstellungsraum eingerichtet, wo die Modelle im Sommer der Öffentlichkeit präsentiert werden.  
Es ist bereits die zweite Kooperation mit dem Uhrenmuseum. Das letztjährige Projekt „Die Zeit sichtbar machen“ konnte trotz Corona erfolgreich durchgeführt werden.
Voraussetzung für den Besuch des Berufskollegs Produktdesign ist die mittlere Reife. In zwei Jahren kann dann die Fachhochschulreife erlangt werden. Nicht wenige entscheiden sich dann für einen Studiengang in Richtung Design oder Medien. Das Rüstzeug dafür wird ihnen im BKPD vermittelt.

 

 

 
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