Vom Straftäter zum Sozialarbeiter

Fadi Saad liest an der GDS2

Fadi Saad, Autor aus Berlin, hat keine glatte Biographie. Aufgewachsen im sozialen Brennpunkt Berlin-Neukölln gerät er schon früh in eine Spirale von Kriminalität und Gewalt, wird Mitglied in der Jugendgang Araber Boys 21 und drohte völlig abzustürzen.
Wie er den „Kick“ fand, sich zu ändern schildert er eindrücklich in seinem Buch „Verstecke dich nicht, zeige Gesicht“, aus dem er ca. 90 Schülerinnen und Schülern aus dem VAB-Bereich (Vorbereitung Arbeit und Beruf) vorlas.

Prägend war für ihn der Aufenthalt in einer Berliner Jugendarrestanstalt. „Es war so schrecklich für mich, dass ich mir fest vorgenommen habe, nie wieder eine Zelle von innen zu sehen“, so Saad. Unterstützt haben ihn dabei unter anderem seine Eltern, die ihm eine zweite Chance gegeben hätten.

Eindringlich war er bei den Jugendlichen für gegenseitige Anerkennung, Respekt und Toleranz, und das auf eine Art und Weise, die bei den Jugendlichen gut ankam. Eine wichtige Botschaft gab er den Jugendlichen mit. „Wer herkommt, muss Deutsch lernen wollen.“

Inzwischen steht Saad im Dienst der Berliner Polizei. Eine Ausbildung zum Bürokaufmann hat er davor abgeschlossen und bereits als Quartiermanager gearbeitet.

Ermöglicht wurde diese, von den GDS2-Schulsozialarbeiterinnen organisierte Veranstaltung durch die Unterstützung der Friedrich-Bödecker-Stiftung

 
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