Singapurische Austauschschüler zu Gast in Sindelfingen

Partnerschaft mit der Schule in Singapur besteht seit 25 Jahren

Fast zwei Wochen lang waren acht singapurische Austauschschüler und ein Lehrer des Institute of Technical Education (ITE) zu Gast an der Gottlieb-Daimler-Schule 2. Die Firmen Eisenmann und Faulhaber sorgten jeweils für Praktika und sponserten zudem das Freizeitprogramm.

Die Partnerschaft mit dem ITE ist seit 25 Jahren fester Bestandteil des Schullebens der GDS2. Damals schloss das Land Baden-Württemberg mit dem Stadtstaat einen Kooperationsvertrag zur Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen. Ein Teil der vertraglichen Vereinbarung war der Aufbau von Schulpartnerschaften.

Der GDS2 und dem ITE gemeinsam ist ihr hoher technologischer Standard. Das ITE hat Schüler mit ähnlicher Vorbildung und Altersstruktur. Die Ausbildung in Singapur ist vollschulisch, d.h. weitgehend ohne betriebliche Praxis. In Deutschland dagegen hat sich das duale System sehr bewährt. Deshalb organisierte die Schule Praktika bei den Firmen Eisenmann und Faulhaber. „Wir waren wirklich beeindruckt von der Disziplin und Effizienz, mit der hier gearbeitet wird, wir haben viel gelernt“, so das Fazit der Asiaten. Bei Eisenmann, einem der führenden Systemanbieter von Zukunftstechnogien wie Oberflächen- und Umwelttechnik, fertigten die Austauschschüler einen Leuchtturm mit Blinklicht. Blechbiegen, Schweißen und Löten gehörten zu den Aufgaben.

Bei Faulhaber, Hightech-Anbieter im Bereich der Miniatur- und Mikroantriebstechnik, entwickelten die Singapurer einen mobilen Roboter „Mops“ mit optischem Erkennungssystem.

Besonders lobten die Gäste die Atmosphäre in den Firmen, die sie trotz disziplinierter Arbeitshaltung als entspannt und sehr freundlich beschrieben.

Nach solch intensiver Schulung durfte das Freizeitprogramm nicht fehlen. Dazu gehörte ein Besuch des Kundenzentrum und der Produktionshallen der Daimler AG, Stadtführungen durch Sindelfingen und Tübingen und Kartfahren. Höhepunkt war sicherlich der Ausflug nach Oberstdorf. Der Schnee, den die Asiaten nie zuvor gesehen haben, reichte für eine Schneeballschlacht. „Beim Wandern und Schlittenfahren auf 1300 Meter Höhe ließ aber die Kondition der Städter schon ziemlich nach“, so Betreuer Holger Marold. Über eines wunderten sich die Singapurer ganz besonders. In Deutschland gibt es doch tatsächlich Wifi-freie Zonen – unvorstellbar im Stadtsaat Singapur.

Text: Marianne Maier-Anderer

Bilder: Holger Marold

 
Facebook