Die Gemeinschaftsschulen Eichholz und Döffingen schließen eine Kooperationsvereinbarung mit der Gottlieb-Daimler-Schule 2

Seit Jahren arbeiten die Schulen erfolgreich zusammen, nun wurde die Partnerschaft offiziell im Energiepark der GDS2 besiegelt. Trotz des formellen Anlasses standen die Schüler ganz im Mittelpunkt.

Die Gemeinschaftsschulen sind bislang ohne gymnasiale Oberstufe. Wollen die Absolventen das Abitur oder Fachhochschulreife aufsetzen, „müssen Übergänge geschaffen werden“, so die GDS2-Schulleiterin Karin Bieber-Machner.  Eine Schnittstelle ist das an der GDS2 untergebrachte Jugendforschungszentrum (JFZ). Seit zwei Jahren schon tüfteln und forschen die Gemeinschaftsschüler aus dem Eichholz und Döffingen unter Anleitung von Heinz Ulmer und Volker Rose. Die beiden wollen technische Grundlagen vermitteln und vor allem „Lust auf Technik“ machen. Die entstandenen Projekte wurden anlässlich der Unterzeichnung im Energiepark ausgestellt. So zum Beispiel eine vielseitig verwendbare Holzhütte ohne Stromanschluss, deren LED-Beleuchtung mittels eines Solarmoduls betrieben wird. Eine davon kommt auf den Döffinger Schulhof, die andere bleibt im Energiepark. Ein solarbetriebenes Propellerflugzeug ist bereits im JFZ entstanden. Auch stellten die Döffinger galvanische Zellen her und überprüften deren Stromausbeute. „Licht für Afrika“ heißt das neueste Projekt der Fünftklässler aus dem Eichholz. In Afrika beleuchten viele Menschen bei Nacht ihre Häuser noch immer mit einfachen Petroleumlampen. Die Schüler bestückten Dosen mit Leuchtdioden, die mit einem Solarmodul aufgeladen werden können. Mit dieser einfachen Technik muss kein umwelt- und gesundheitsschädlicher Brennstoff mehr im Haus verbrannt werden. Einen Vorgeschmack auf das, was im Technischen Gymnasium Umwelttechnik auf sie zukommt, erfuhren Gemeinschaftsschüler bereits bei einem Probeunterricht, den Schüler des Seminarkurses für sie abhielten.

„Junge Talente werden hier gefördert, im maximalen Umfang sollen die Gemeinschaftsschulen kooperieren“, so Landrat Roland Bernhard, der auf Wunsch der Schüler eine Runde auf einem Longboard drehen musste und dabei keine schlechte Figur machte.

Warme Worte für die Schüler gab es von der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Angela Huber, und den Schulleitern Barbara Knöbl und Bruno Metzger. Alle sind sie dankbar für die Kooperation und die Chancen, die sich für die Gemeinschaftsschüler bieten.

Text: Marianne Maier-Anderer, Bilder: Marc Pingert

 
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