IT-Anwendung Medien

Kurzbeschreibung

Im Fach Anwendung Medien werden webbasierte Problemlösungen realisiert. Unterrichtsinhalte sind der Umgang mit Tools, die Java für die serverseitige Programmierung zur Verfügung stellt, wie z. B. die Klasse http-Servlet oder die Applet-Klasse. Zusätzlich werden Kenntnisse in den Bereichen JSP, JSTL und Custom-Tags vermittelt.

Im Unterricht werden exemplarische Problemlösungen für Client-Server Architekturen erarbeitet. Die Studierenden müssen eigenständig und zusätzlich zum Unterricht zwei Projekte bearbeiten.

Vorkenntnisse

Überdurchschnittliche Kenntnisse in der Programmiersprache Java. 

Vorkenntnise aus dem Fach Mediengestaltung sowie Grundkenntnisse im Bereich Netzwerke sind erforderlich. Allgemeine Kenntnisse im Bereich Projektorganisation.

Kompetenzen und Inhalte

Webbasierte Anwendungen sind Programme, die serverseitig ablaufen und mit einer unbestimmten Anzahl von Clients kommunizieren.

Die Studierenden erstellen hierzu Software in Form von Servlets, Java-Klassen, die in einem Server laufen. Dazu gehört neben den formalen Strukturelementen

die Auswertung von Formularinhalten, sowie das Generieren von Antworten an den Client. Ergänzend setzen sie multimediale Elemente ein und verwenden Applets zur Einbindung von Animationen.

Sie erkennen die Notwendigkeit von sogenannten Threads und deren Sicherheit und erstellen selbständig einige Anwendungen, die speziell diese Problematik behandeln. 

Da http ein zustandsloses Protokoll ist, beherrschen die Studierenden mehrere Möglichkeiten des Session-Tracking (das Verfolgen einer kompletten Sitzung über alle Seiten) und übertragen diese auf Programmbeispiele.

Die Programmierung erfolgt nach dem dem MVC-Prinzip. Das heißt, Ablaufsteuerung, Benutzeroberfläche sowie Programmlogik einschließlich Datenhaltung werden auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Tools erstellt. Die Studierenden sind in der Lage Beans einzusetzen, sowie die Benutzeroberfläche mit Hilfe von JSP zu gestalten.

Daten müssen häufig auf beliebige Seiten umgeleitet werden; hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, auf einen gemeinsamen Kontext zuzugreifen oder einen Request Dispatcher einzusetzen. Mit Hilfe von Filter-Servlets werden Anfrage und/oder Antwort-Objekte nach bestimmten Kriterien durchsucht oder manipuliert.

Weitere Tools im Bereich der webbasierten Programmierung sind Custom-Tags, JSTL sowie EL. Diese werden an geeigneter Stelle von den Studierenden eingesetzt. 

Praxisnähe als eine der Grundlagen dieser Ausbildung macht es erforderlich, dass die Studierenden pro Halbjahr eigenständig und außerhalb des Unterrichts ein vollständiges Projekt erstellen. Typische Beispiele sind Lernprogramme 

(WBTs), Web-Shops oder ähnliche Anwendungen. Theoretische Grundlagen, die die speziellen Eigenheiten eines solchen Projektes betreffen, werden zuvor im Unterricht behandelt.

Lehrmaterial

Verwendung von eigenen Skripten und Materialien sowie Aufgabenblättern.

Literatur

Seeborger-Weichselbaum, Michael: JavaServerPages, Professionelle Web-Anwendungen mit JSP 1.X und 2.0, 1. Auflage München Markt+Technik Verlag 2004

 
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